2017

Welche Verbindung besteht zwischen dem neuen Newsletter Quid Novi und Weihnachten?

Alle Vereinsmitglieder erhielten pünktlich vor Weihnachten Post vom 1. Vorsitzenden des Ehemaligenvereins des Johannes-Gymnasiums, Karl-Heinz Birtel:  Neben guten Weihnachts- und Neujahrswünschen gab es die frisch gedruckte  4. Ausgabe der Quid Novi sowie (soweit zutreffend) eine Zuwendungsbescheinigung, die für die Steuererklärung 2017 genutzt werden kann.

Auch von dieser Stelle allen Vereinsmitgliederinnen und -mitgliedern sowie allen mit dem Johannesgymnasium Verbundenen ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest sowie ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr 2018!


 

Harmonische jährliche Mitgliederversammlung und stimmungsvolle Weinprobe

Nach dem Motto "Erst die Arbeit, dann´s Vergnügen" führte der Ehemaligenverein des Johannes-Gymnasiums am 10. November 2017 seine jährliche Mitgliederversammlung in Lahnstein durch. Am darauf folgenden Tag trafen sich 26 Ehemalige zu einer Mitgliederveranstaltung, der Weinprobe im Weingut Didinger in Osterspay.

Die sehr gut besuchte Mitgliederversammlung hatte zwei Schwerpunkte: der Bericht des Kassierers und der Kassenprüfer sowie der Geschäftsbericht des 1. Vorsitzenden. Die im Zwei-Jahres-Rythmus turnusmäßig stattfindenden Vorstandswahlen sind erst 2018 wieder erforderlich. Desweiteren kündigen sich schon zwei wichtige Jubiläen an, die 2019 begangen werden: 100 Jahre Johannes-Gymnasium und 10 Jahre Ehemaligenverein. In der rundum harmonischen Versammlung wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Das Protokoll wurde an alle Vereinsmitglieder per E-Mail versandt.

Am darauf folgenden Abend gings dann zur zünftigen und stimmungsvollen Weinprobe. Anbei der Bericht und Fotos.

Weitere Vereinsveranstaltungen werden folgen, zu denen jeweils separat eingeladen wird und über die auch jeweils in der Quid Novi informiert wird. Ziel ist, eine breite Geschmackspalette anzubieten. Schon mal für den Terminkalender: Am Samstag, dem 24. März 2018, geht´s nach Düsseldorf zur Besichtigung des Flughafens.

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Jahrgänge 1952 und 1953 der Johanniswelt online

Unter der Rubrik "Johanniswelt" sind nun der 2. und 3. Jahrgang der Johanniswelt eingestellt. Es lohnt wieder, in den Anfängen der Schülerzeitung des Johannes-Gymnasiums zu schmökern. Die damalige Redaktion hatte zwar hin und wieder Schwierigkeiten, die Ausgaben regelmäßig herauszubringen. Auf der anderen Seite erhielt die Zeitung eine feste Struktur. Die handschriftlichen Exemplare wurden Ende 1953 durch Schreibmaschinen-geschriebene Ausgaben abgelöst.

Scheinbar ändert sich das Empfinden der Schüler über Generationen hinweg nur wenig. So würde unvermutetes Schulfrei sicherlich auch heute noch großen Beifall erzeugen. In der 2. Ausgabe von 1953 ist hierzu zu lesen:

"Am Feste Peter und Paul besuchte der Generalobere unserer Genossenschaft, Pater Johannes d´Elbée, das Johannis Kloster. Alles war festlich hergerichtet, an den Stangen flatterten die Fahnen, und Girlanden schmückten die Pforte. Unsere schneidige Musikkapelle wartete dem Gast mit dem flotten Schützenmarsch auf. (...)

Um acht Uhr begann dann in der Aula eine Feierstunde ihm zu Ehren. Nach dem Eingangslied ergriff P. Superior das Wort. (...) Als Vertreter der Schüler begrüßte (...) Heribert Menne. Sehr gerührt über alle diese Worte bedankte sich der P. Generalobere. In seinen Worten, die von P. Suitbert übersetzt wurden, drückte er sein Erstaunen über die guten französischen Sprachkenntnisse aus und versprach den Schülern einen freien Tag, der unter großem Beifall angenommen wurde."

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Mitgliederveranstaltung: Weinprobe am 11. November 2017 in Osterspai

Wie im April 2017 über Quid Novi und anschließend per E-Mail an alle Mitglieder angekündigt und eingeladen, führt der Ehemaligenverein eine exklusive Weinprobe im Weingut Didinger in Osterspay als Mitgliederveranstaltung durch.

Für Interessierte, die sich noch nicht angemeldet haben, wird nochmal daran erinnert. Datum / Zeit: Samstag, 11. November 2017, 18.30 Uhr. Kosten: 12,-- € pro Person ohne Essen.

Die meisten der bereits angemeldetenTeilnehmer treffen sich vorher am Niederlahnsteiner Bahnhof. Von dort fährt um 17:59 Uhr ein Zug, der um 18.10 Uhr in Osterspay ankommt.

Spätentschlossene können sich noch bei Gene Geisen unter gene.geisen@gmx.de anmelden.

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Mitgliederversammlung am 10. November 2017

Am Freitag, dem 10. November 2017, 19.30 Uhr, führt der Ehemaligenverein seine jährliche Mitgliederversammlung durch.

Zur Einladung...

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Maria Kuntscher am 8. Oktober 2017 verstorben

Frau Maria Kuntscher unterrichtete am Johannesgymnasium vom Schuljahr 1974/75 bis 1998/99 die Fächer Deutsch, Englisch und Musik in der Sekundarstufe 1.

Zur Traueranzeige...

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Jahrgang Nr. 1 der "Johanniswelt" nun online auf dieser Homepage

Die erste Ausgabe der Schülerzeitung "Johanniswelt" erschien im Jahr 1951. Die ersten Zeitungen waren noch handgeschrieben mit einer Auflage von jeweils nur einem Exemplar und wurden in den einzelnen Klassenzimmern herumgereicht.

Auf dieser Homepage unter der Ruprik "Johanniswelt" veröffentlicht nun der Ehemaligenverein den ersten Jahrgang aus dem Jahr 1951.

Ziel ist es, dort nach und nach bis zum 100 jährigen Schuljubiläum (2020) alle verfügbaren Johanniswelt-Dokumente den Ehemaligen und Interessierten zugänglich zu machen. Bei Neueinstellung wird unter "Aktuelles" jeweils ein Hinweis erscheinen.

Viel Spaß beim Lesen, Entdecken und Schwelgen in Erinnerungen!

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Auch dieses Jahr wieder ein sehr gelungenes Ehemaligenfest

Weit über 200 Ehemalige trafen sich am 9. September 2017 zum jährlichen Ehemaligenfest. Auch wenn das  nasskalte Wetter an diesem Abend vielleicht den ein oder anderen von einer Teilnahme abhielt, erlebten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein in jeder Beziehung äußerst gelungenes Treffen.

Hierzu der Bericht mit Fotos...

Bitte schon vormerken: Das nächste Ehemaligenfest wird am Samstag, dem 8. September 2018, stattfinden.

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 "Licht, Glas und Steine", Ausstellung von Wolfgang Lehmhöfer bis zum 24. September im Johannesgymnasium

Am 14. August 2017 wurde im Johannesgymnasium Lahnstein die Ausstellung "Licht, Glas und Steine" eröffnet, die filigrane Glaskunstwerke von Wolfgang Lehmhöfer, ehemaliger Lehrer am Johannesgymnasium (Kunst und Deutsch, 1966-1996) noch bis zum Sonntag, dem 24. September 2017, zeigt.

Näheres hierzu im  beiligenden Flyer und im Artikel der Rhein-Zeitung vom 17.08.2017.

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Pater Gerd Nieten am 11. August 2017 verstorben

Nach langer schwerer Krankheit ist der langjährige Lehrer am Johannes-Gymnasium Pater Gerd Nieten am Freitag, 11.08.2017, in Werne verstorben.

Näheres dazu im  Nachruf des Provinzials der Arnsteiner Patres, Pater Catrein.

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Scheckübergabe beim 25. Koblenz International Guitar Festival & Academy

Sein 25. Jubiläum feierte das Koblenz International Guitar Festival & Academy unter Leitung seines Direktors Georg Schmitz (Mitglied des Ehemaligenvereins, Abitur 1977 am Johannes-Gymnasium) am 2. Juni 2017.

Als Dank für die großzügigen Konzertkartenspenden unter dem Motto "Ehemalige für unser Jonny" und als Unterstützung u.a. für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Musikschülerinnen und -schülern, Musikstudierenden, Musikerinnen und Musikern überreichte der Vorsitzende des Ehemaligenvereins, Karl Heinz Birtel, einen Scheck über 350,--€.

Ausführlicher Bericht und Fotos...

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Der neue Newsletter "Quid Novi" ist da!

Ende April 2017 erhielten alle Vereinsmitglieder Post von ihrem Vorsitzenden, Karl Heinz Birtel: die 3. Ausgabe des Newsletters "Quid Novi" (April 2017) sowie das Jahrbuch des Johannes-Gymnasiums zum Schuljahr 2015/2016.

Viel Spaß und Freude beim Lesen!

In Ergänzung hierzu der Newsletter Quid Novi zum Online-Lesen...

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Preis der Ehemaligen 2017 geht an Yannik Redmer

Der Vorsitzende des Ehemaligenvereins, Karl Heinz Birtel, überreichte im Rahmen der Abiturfeier am 31. März 2017 dem Abiturienten Yannik Redmer den Jahrespreis des Ehemaligenvereins für den besten Quereinsteiger des Jahrgangs am Johannesgymnasium.

Yannik Redmer zeichnete sich nach seinem Wechsel von der Nikolaus-August-Otto-Realschule in Nastätten in die Oberstufe des Johannes-Gymnasiums durch sein vorbildliches Verhalten im Umgang mit seinen Mitschülern, sein kontinuierliches Arbeiten und sein Durchhaltevermögen auf dem Weg zum Abitur besonders aus. Heiner Birtel hob in seiner Laudatio hervor, dass Yannik Redmer ein positives Beispiel dafür ist, wie ein Schüler durch das Wahrnehmen von Eigenverantwortung als ehemaliger Realschüler neuen Anforderungen gerecht werden und sich in der Schulgemeinschaft bestens integrieren kann, und überreichte dem diesjährigen Preisträger eine Urkunde und ein Sachpräsent.

Für den nun neuen Lebensabschnitt wünscht der Ehemaligenverein alles Gute!

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Der Ehrenvorsitzende des Ehemaligenvereins, Hermann Oppenhäuser, lädt alle Vereinsmitglieder mit Schreiben vom 11. April 2017 sowie Anlage zum 25. Koblenz International Festival & Academy ein. Das Schreiben enthält detaillierte Informationen zu den Konzerten, der Möglichkeit des Freikartenerwerbs für Vereinsmitglieder und deren Angehörige sowie der Suche nach Gasteltern für junge Musikstudenten und der Bitte um freiwillige Spenden an den Veranstalter.

                                                                                                                                                    (11.04.2017)

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Der Ehemaligenverein des Johannesgymnasiums e.V. unterstützt das 25. Koblenz International Guitar Festival & Academy und erhielt für seine Mitglieder und deren Angehörige Konzertkarten für

Friday Night for Guitar & Orchestra am 2. Juni 2017, Rhein-Mosel-Halle Koblenz.

Weitere Informationen...                                                                                                                                                                                                                                                                         (17.02.2017)

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2016


 

Mitgliederversammlung 4. November 2016:

Karl-Heinz Birtel ist neuer 1. Vorsitzender des Ehemaligenvereins.

In seiner Mitgliederversammlung haben die anwesenden Mitglieder des Ehemaligenvereins des Johannes-Gymnasiums einen neuen 1. Vorsitzenden gewählt: den Abiturienten des Jahrgans 1962 und langjährigen Lehrer für Latein und Französisch, Karl-Heinz Birtel, bisher 2. Vorsitzender des Vereins.

Mehr dazu hier: Mitgliederversammlung 2016

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Im Rahmen unseres Projektes "Ehemalige für unser Johnny" konnten wir unseren Ehemaligen Johannes Jörg, Abi-Jahrgang 1962, für einen Vortrag am 28.10.2016 über folgendes aktuelle, in den Medien heiß diskutierte Thema gewinnen:

Haben wir in der Medizin zu viel Ökonomie und zu wenig Ethik?

Professor Dr. med. Johannes Jörg, Arzt für Neurologie und Psychiatrie, ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Neurologie an den Universitäten Lübeck und Witten/Herdecke sowie Direktor der Klinik für Neurologie am Klinikum Wuppertal, ist seit 2011 Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitees der Helios Kliniken Wuppertal.

Weiterlesen: Ehemalige für unser Jonny


2014

Ehemalige und Mitschüler besuchen die BOMAG

Eine Gruppe in recht ungewöhnlicher Zusammensetzung – 20 Schülerinnen und Schüler des Johannes-Gymnasiums und 10 Ehemalige - besuchte am Mittwoch, 11. Juni 2014, den Baumaschinenhersteller BOMAG in Boppard.

Organisiert hatte die Fahrt der Vorsitzende des Ehemaligenvereins Hermann Oppenhäuser, den schon lange die Idee umgetrieben hatte, Veranstaltungen gemeinsam für aktuelle Schülerinnen und Schüler und für Ehemalige anzubieten. Der Kontakt kam über zwei ehemalige Schüler des Johannes-Gymnasiums zustande, die bei der BOMAG beschäftigt sind: Thomas Merfeld, Personalleiter und Mitglied der Geschäftsleiter, und Daniel Werner-Meier, zuständig für das Afrikageschäft der BOMAG.

Die beiden empfingen die Gruppe sehr herzlich und begleiteten sie den ganzen Nachmittag hindurch bei der Besichtigung der Produktionsstätten.  Zunächst gab Thomas Merfeld einen Überblick über das Geschäftsfeld der BOMAG GmbH als weltweit agierender Hersteller von Maschinen für den Straßenbau und in der Müllverarbeitung. Dabei  betonte Merfeld immer wieder seine Verbundenheit mit der Schule als ehemaliger Johnny-Schüler, der auch gerne bereit ist, aktuellen Schülern bei der Suche nach Praktika oder Ausbildungsplätzen bei der BOMAG behilflich zu sein. Er machte deutlich, dass die BOMAG gerade auch für technisch interessierte junge Leute ein äußerst attraktiver Arbeitgeber in unserer Region ist.

Anschließend wurden einige der Maschinen aus dem Angebot der BOMAG vorgeführt und konnten sogar von Schülern selbst ausprobiert werden.  Beim Rundgang durch einige der Produktions- und Montagehallen wurde deutlich, welch enormer technischer Aufwand für die Herstellung der zum Teil beindruckend großen Straßenbaumaschinen notwendig ist.

Beendet wurde der aufschlussreiche und gelungene Nachmittag bei Kaffee und Kuchen.  Alle Beteiligten waren sich einig, dass diese Art von Veranstaltungen für Schüler und Ehemalige unbedingt fortgesetzt werden sollte.


2013

Interview mit Pater Alfred Bell am 09. Juli 2013, Rom, Italien (von Annika Czech)

Als ich bei 35°C die Piazza San Pietro (Petersplatz) erreichte, erkannte ich unseren Pater Bell schon von Weitem. Wie erwartet, war das Wiedersehen äußerst herzlich und das Interview höchst interessant.

Pater Bell und Annika Czech in Rom

                                                                                                                              Pater Bell und Annika Czech am 9. Juli 2013 in Rom

Ich: Lieber Pater Bell, es freut mich sehr, Sie wiederzusehen! Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen. Sie können sich kaum vorstellen, wie viele Grüße ich Ihnen aus Lahnstein überbringen soll. Wie geht es Ihnen?

P. Bell: Zunächst möchte ich sagen, dass es mich sehr freut, dass du mich mit deiner Mutter und deinem Bruder besuchst. Alle Schüler, Lehrer, Eltern und Ehemalige des Johannes-Gymnasiums sind hier immer willkommen.

Mir geht es in Rom sehr gut. Ich fühle mich wohl. Vor allem die römische Lebensart und den Charakter der Menschen schätze ich sehr. Trotz vielen finanziellen Einschränkungen - bedingt durch die Wirtschaftskrise - nehmen die Italiener das Leben nicht so schwer und wissen es zu leben. Das gefällt mir.

Ich: Sie leben nun schon seit 5 Jahren in Rom. Beherrschen Sie die italienische Sprache inzwischen fließend? War es zu Anfang schwierig?

P.Bell: Da ich bereits von 1988 - 1994 in Rom lebte, hatte ich natürlich gute Grundlagen. Inzwischen habe ich sicherlich ein passables Sprachvermögen. Ich mag die Sprache sehr gerne und finde es schade, dass italienisch in der Welt so wenig verbreitet ist.

Ich: Auf mich wirkten Ihre Sprachkenntnisse nahezu perfekt. Können Sie mir schildern, welche Aufgabe Sie hier im schönen Rom verfolgen und wie Sie dazu kamen?

P.Bell: Nachdem ich Ende Januar 2008 pensioniert wurde, rief mich im Juni des gleichen Jahres der Generalsuperior unserer Ordensgemeinschaft an. Er bot mir die Stelle in Rom an, die sich zunächst auf die würdige Durchführung der Heiligsprechung von Damian de Veuster konzentrieren sollte.

Die Aufgabe reizte mich und schon nach zwei Tagen habe ich zugesagt. Und dann ging alles sehr schnell. Bereits am 24. Juni 2008 wurde ich im Vatikan akkreditiert. Damit vertrete ich die Kongregation von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä – in Deutschland Arnsteiner Patres genannt – in allen Angelegenheiten gegenüber dem Vatikan und bin Verbindungsperson des Vatikans gegenüber unserer Ordensgemeinschaft. Zwei sind meine wesentlichen Aufgabenfelder als Generalpostulator und Generalprokurator:

  •  die Vorbereitung und Durchführung von Selig- und Heiligsprechungen von unseren Ordensmitgliedern
  • die Verantwortung für die korrekte Abwicklung von Situationen einigerunserer Mitbrüder, die sich in einer schwierigen Lebensphase befinden, welche einer Klärung ihres Ordensstatus bedarf.                               

Zudem bin ich in unserem Haus Ökonom.                                   

Ich: Wie läuft denn eine Selig- oder Heiligsprechung ab?

P.Bell: Im Vorfeld wird streng geprüft, ob eine vorgeschlagene Person die Bedingungen für einen Selig- oder Heiligsprechung erfüllt. Der Prozess beginnt in der Diözese, in welcher der zukünftige Selige / Heilige gelebt und gewirkt hat oder in der er verstorben ist. In einem ersten wichtigen Schritt wird sein gesamtes Schriftgut zusammengetragen und  geprüft. Ferner sind die Zeugenaussagen sehr wichtig. Alle Akten werden in einer abschlie?enden Sitzung einem Ausschuss vorgestellt, versiegelt und nach Rom zur Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse geschickt. Damit ist die Phase der diözesanen Ebene beendet und es beginnt die entscheidende römische Phase. Dort werden die Unterlagen in einer halböffentlichen Sitzung von dem Kanzler der Kongregation entsiegelt und es beginnt die kritische Arbeit mit den Unterlagen. Ab diesem Punkt ist der Generalpostulator gefordert, während auf der diözesanen Ebene sein Stellvertreter vor Ort verantwortlich gearbeitet hat. Die Kernarbeit besteht nun in der Erarbeitung einer sogenannten „POSITIO super vita, virtutibus et fama sanctitatis“, die zwischen 800 und 1.000 Seiten umfasst. Dem Postulator wird ein sogenannter Relator, ein Experte zur Seite gestellt, mit dem er sich ca. alle 2 Monate bespricht. Wenn die Positio die Approbation erhalten hat, ist eine weitere wesentliche Bedingung zu erfüllen: das Wunder, dass Gott auf die Fürsprache des zukünftigen Seligen / Heiligen an einer Person gewirkt hat. In der Regel handelt es sich um Heilungswunder. Dies bedeutet: Die Ärzte stellen fest, dass die Genesung einer von ihnen als unheilbar deklarierten Person nicht mit den Möglichkeiten der heutigen Medizin zu erklären ist.

Ich: Wie lange dauert eine Selig- oder Heiligsprechung insgesamt?

P.Bell: Sehr lange, Jahrzehnte. Nehmen wir das Beispiel unseres hl. Pater Damian. Die Vorbereitungen zu seiner Seligsprechung begannen bereits 1936, als sein Leichnam auf Anordnung des belgischen Königs Leopold III. von Molokai (Hawaii) nach Belgien überführt wurde. Während  des zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit konnte die Arbeit nicht fortgeführt werden. Die Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II. fand am 4. Juni 1995 in Brüssel statt, heiliggesprochen wurde der selige Pater Damian von Papst Benedikt XVI. am 11.10.2009 in Rom. Damit ist Pater Damian de Veuster der erste und bisher einzige Heilige unserer Ordensgemeinschaft.

In diesem Zusammenhang darf ich noch erwähnen, dass der hl. Damian de Veuster am 1. Dezember 2005 nach einer Befragung der belgischen Bevölkerung als „der grö?te Belgier aller Zeiten“ ausgezeichnet wurde.

Wir haben aktuell weitere sechs Prozesse zur Selig- und Heiligsprechung von unseren Mitbrüdern in Bearbeitung. Ich freue mich ganz besonders darüber, dass am 13. Oktober 2013 fünf Mitbrüder aus unserer Gemeinschaft als Märtyrer im spanischen Tarragona selig gesprochen werden.

Ich: Was gönnen Sie sich in Ihrer Freizeit?

P.Bell: Leider habe ich wenig Freizeit. Ich treibe ein wenig Sport, indem ich laufe und Fahrrad fahre. Zudem pflege ich einige Freundschaften, empfange Besucher, erkunde antike Stätten und reise gelegentlich. Des Weiteren engagiere ich mich hier, wie auch bereits in Koblenz, im Rotary Club. Hin und wieder schaue ich mir im Olympiastadion ein Fußballspiel an.

Ich: Wie leben Sie denn hier in Rom?

P.Bell: Ich lebe in unserem Generalat gemeinsam mit 10 Mitbrüdern aus 6 Nationen, die aus 4 Kontinenten stammen: das Leitungsgremium der Ordensgemeinschaft, der Superior, der Generalsekretär, der Generalökonom und der Archivar.

Ich: Haben Sie den neuen Papst Franziskus schon kennengelernt?

P.Bell: Nein, noch nicht. Er ist sehr gefragt. Bei "Papa Benedetto" war es einfacher - vielleicht auch, da er Deutscher ist.  Papst Franziskus möchte zunächst die direkten Angestellten des Vatikans und deren Familien zur Messe in seine Privatkapelle einladen. Danach wird es sicher möglich sein, ihn kennenzulernen.

Ich: Sind Sie Bürger des Vatikans?

P.Bell: Nein. Bürger des Vatikans zu werden, ist sehr schwierig. Das erkennt man daran, dass der Vatikan zur Zeit nur 409 Bürger, doch rund 3000 Angestellte hat. Da der Vatikanstaat nur über ein geringes Einkommen verfügt und trotzdem beispielsweise weltweit die vielen Nuntiaturen („Botschaften“) unterhalten muss, wäre die Verantwortung für mehr Bürger finanziell zu aufwendig. Ich persönlich arbeite zwar für den Vatikan und im Vatikan, bin jedoch bei der Ordensgemeinde angestellt. 

Ich: Vermissen Sie das Johannes-Gymnasium und das schöne Mittelrheintal?

P.Bell: Meine Arbeit hier erfüllt mich sehr und ich bin äußerst zufrieden, aber natürlich vermisse ich das Johannes-Gymnasium. Vor allem die jungen Leute und der Kontakt zu vielen verschiedenen Menschen fehlen mir. Der Abschied fiel damals sehr schwer, aber mir hätte keine schönere Aufgabe zufallen können als diese hier in Rom. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Mein sechsjähriges römisches Mandat geht im nächsten Jahr zu Ende.

Ich: Sind Sie denn schon einmal mit der Seilbahn in Koblenz gefahren?

P.Bell: Ja, sogar schon häufig zu BUGA-Zeiten. Über den kürzlich getroffenen Entschluss zum Erhalt der Seilbahn habe ich mich sehr gefreut.

Ich: Wenn einer unserer Leser mal nach Rom reisen würde, wo sollte er/sie hingehen? Welcher ist hier Ihr Lieblingsort?

P.Bell: Das ist schwer zu sagen und hängt von den jeweiligen Interessen ab. Ich glaube, das Pantheon mit seiner wunderbaren Kuppel gefällt mir neben dem Petersdom am besten. Seine Kuppel hat eine Öffnung von 9 Metern im Durchmesser. Eine Kuppel ohne Schlussstein! Eine gro?e Herausforderung für unsere heutigen Architekten. Aus Respekt vor diesem Wunderwerk hat Michelangelo die Kuppel des Petersdom im Durchmesser 28 cm kleiner gestaltet. 

Des Weiteren mag ich die Piazza Navona und den deutschen Nationalfriedhof im Vatikan sehr gerne.

Ich: Was halten Sie denn vom Ehemaligenverein des Johannes-Gymnasiums?

P.Bell: Davon halte ich sehr viel und bin natürlich selbst Mitglied. Ich gratuliere allen, die zur Gründung des Ehemaligen Vereins beigetragen haben. Das ist eine tolle Initiative.

Ich: Können Sie zum Ehemaligenfest am 14. September 2013 kommen?

P.Bell: Ja, zu dieser Zeit bin ich tatsächlich in Lahnstein und komme sehr gerne.

Ich: Das ist ja wirklich schön. Ich freue mich, Sie dort zu treffen. Vielen Dank für das informative Interview und Ihre herzliche Gastfreundschaft!

P.Bell: Die Freude ist ganz auf meiner Seite. Ich freue mich immer, nach Lahnstein zu kommen und über Besuch hier in Rom!


2012


Mitgliederversammlung des Ehemaligenvereins am 26. Oktober 2012

Der Vorstand des Ehemaligenvereins freute sich über das rege Interesse an der diesjährigen Mitgliederversammlung des Vereins im Großraum des Johannes-Gymnasiums. Immerhin waren mehr als 20  Mitglieder der Einladung des Vorstands gefolgt.

Nach dem  Bericht des Kassenführers Benedikt Luss mit der Vorlage der Jahresrechnung für das Jahr 2011 folgte der Geschäftsbericht des Vorstands durch den Vorsitzenden Hermann Oppenhäuser.

Hermann Oppenhäuser bedankte sich zunächst bei den Mitarbeitern aus dem Vorstand für deren Engagement in den vergangenen zwei Jahren seit der Gründung des Vereins, der zur Zeit 157 Mitglieder hat. Dann schilderte er die verschiedenen Aktivitäten des Vereins, wie zum Beispiel die Betreuung und Ehrung des 50-jährigen Abiturjahrgangs im Frühjahr dieses Jahres und die Durchführung des Ehemaligentreffens am 2. Juni 2012. Dieses Ehemaligentreffen war in diesem Jahr sehr schlecht besucht, so dass Hermann Oppenhäuser ankündigte, dass der Vorstand eine Neukonzeption des Treffens erarbeiten wird. Als erster Schritt hierfür hat der Vorstand beschlossen, das Ehemaligenfest auf einen Termin in der ersten Septemberhälfte jeden Jahres festzulegen. Im kommenden Jahr wird dies Samstag, der 14. September, sein.

Anschließend wurde der bisherige Vorstand bestehen aus dem Vorsitzenden Hermann Oppenhäuser, seinem Stellvertreter Karl-Heinz Birtel, dem Kassierer Benedikt Luss, dem Schriftführer Thomas Hartmann und den beiden Beisitzern Anne-Kathrin Heuser und Werner Hürter von der Mitgliederversammlung ohne Gegenstimmen im Amt bestätigt.

In der lebhaften Aussprache brachten vor allem die jüngeren Vereinsmitglieder viele konstruktive und beachtenswerte Vorschläge zur Weiterentwicklung der Vereinsarbeit vor.

So wurde angeregt, den Beitrag für Studenten noch weiter zu reduzieren bzw. ihnen den Vereinsbeitrag für die Zeit des Studiums ganz zu erlassen. Moderne soziale Netzwerke wie etwas Facebook sollten verstärkt für die Ankündigung von Veranstaltungen genutzt werden. Auf der Homepage des Vereins sollte ein Forum eingerichtet werden, in dem angemeldete Mitglieder miteinander in Kontakt treten und sich austauschen könnten. Einige der Vereinsmitglieder haben sich auch spontan zur Mitarbeit an diesen Projekten bereit erklärt.

Herman Oppenhäuser dankte für die Vorschläge und kündigte an, gerne auf die Unterstützungsangebote zurückkommen zu wollen.