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Eckhard Türk referierte in der Schulaula zu "Vernunft, Religion und Pseudoreligion" "Vernunft und Glaube sind Geschwister", so illustrierte Herr Dr. Eckhard Türk, Referent für Weltanschauungsfragen im Bistum Mainz, in seinem Vortrag am 17.02.2010 zum Thema „Den Verstand abgeben. Über Vernunft, Religion und Pseudoreligion“ seine Sichtweise des Verhältnisses von Glaube und Vernunft. Der Vortrag bildete den Auftakt der Akademietage, die das Johannes-Gymnasium zum zweiten Mal in Kooperation mit dem Bischöflichen Cusanus-Gymnasium Koblenz in der Zeit vom 17.02.-19.02.2010 für die Abiturientinnen und Abiturienten anbietet und in diesem Jahr den Titel „Glaube und/oder Vernunft- woran orientiere ich mein Leben?“ trägt. Vor einem interessierten Publikum gelang es Herrn Dr. Türk, in einem sehr kurzweiligen, anschaulichen und systematisch angelegten Referat, erkenntnistheoretische Grundansätze (Empirismus, Rationalismus) zum Verhältnis von Glaube und Vernunft vorzustellen und darauf aufbauend eine rein instrumentell verstandene Vernunft (Max Horkheimer) kritisch zu beleuchten. Herr Dr. Türk plädierte für einen weiten Vernunftbegriff, der sich nicht verengen lässt auf technische Machbarkeit, naturwissenschaftliche Messbarkeit oder ökonomische Verwertbarkeit. Weiterhin konnte der Referent anhand des Begriffs der „Unüberbietbarkeit“ eine deutliche Grenze zwischen Religion und Pseudoreligion ziehen und anhand anschaulicher Beispiele aus seiner beruflichen Praxis die Tragfähigkeit dieser Grenzziehung aufweisen.
Aus dem anregenden Vortrag ergab sich dann eine ausgesprochen aspektreiche und tiefsinnige Diskussion, der sich der Referent kompetent und überzeugend stellte und die lediglich aufgrund der fortgeschrittenen Zeit dann auch durch den Schulleiter, Rudolf Loch, abgeschlossen werden musste. Alle Diskutanten waren sich in ihrem Urteil einig, dass sie einen sehr gelungen Start der Akademietage erleben durften, der sie sicherlich noch geistig weiter beschäftigen wird. (Rudolf Loch, 18.02.2010) |





